Ich reiche Dir die Hand

[freak]

Ich hörte gluckernde und plantschende Geräusche und schließlich auch Bärbels Stimme aus der Richtung des Übelgeruchs: „Ich stecke bis zum Hals in der Sch****!“

Irgendwie bekamen wir die Tür des Flugzeugklos auf, die zuoberst lag. Hineinspähend sahen wir Bärbel in einer unglaublichen Brühe schwimmen, die ich hier nicht näher beschreiben möchte.

Ich reichte ihr die Hand herunter, aber sie kam nicht dran. Was jetzt? Wir hatten ja nichts, überhaupt nichts.

Da fiel mir ein Arm ins Auge, der abgerissen in der Nähe lag und reichte ihr diesen. So half ich ihr heraus und mußte mich währenddessen übergeben, wegen dieses Gestanks. Beinahe wäre sie wieder reingefallen, weil der Arm durch die Kotze ganz glitschig wurde.

Das nächste Problem war: Wir sahen gräßlich aus (naja, das war eigentlich auch schon vor dem Absturz so gewesen), waren verschmutzt und stanken gottserbärmlich. Aber waschen konnten wir uns nicht. Wir hatten ja nichts. Außer Hunger.

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One Response to Ich reiche Dir die Hand

  1. […] war hatte sie sie für sich behalten. Das war nun der Dank dafür, daß wir sie im Sinne des Wortes aus der Scheiße gezogen, sie mitgenommen, sie beschützt hatten. Nun saß sie da und ließ uns in unserem Hunger im […]

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